An diesem um 1880 im Jugendstil erbauten Haus wurde ein Balkonsystem errichtet, das eine nachträgliche Verglasung der Balkone ermöglicht. Fünf Balkone erhielten eine Verglasungsvorrüstung für eine spätere Montage, einer wurde direkt verglast und dient nun als Wohnergänzungsraum.
Die zwei Balkontürme wurden in unterschiedlichen Größen in die Hausecken an der Rückseite des Gebäudes angepaßt. Die Balkonplattformen sind aus Stahlbetonplatten mit einem Oberbelag aus Fliesen gefertigt und bieten dem Betrachter eine lammfellgerollte Unteransicht. Zwei vordere Stützen auf Punktfundamenten und Wandauflagekonsolen tragen das System, das farblich in RAL 7046 "Telegrau" konzipiert wurde. Da sich die Stützen teilweise auch im Einfahrtbereich befinden, erhielten sie einen Anfahrtschutz aus Sichtbeton.
Die Brüstungen bestehen aus VSG-Mattweißer Folie und zusätzlichem Stabgitterelement sowie einem Klarglas-Obergurt-Element. Die oberen Balkone erhielten Balkondächer als Stahlkonstruktion mit PAROC-Platten.
Der Einbau erfolgte mit einem Mobilkran, der die Balkone über das Haus hinweg an ihre Position transportierte. Während des Umbaus wurde die Baustelle durch Gerüsttürme gesichert. Staubschutzwände und zusätzliche Baufolien für die Möbel schützten Wohnungen und Mieter vor Baubelästigungen.
Für die neu einzubringenden Balkontüren wurde die Vollziegel der Hauswand eingesägt und abgestemmt. Der anfallende Bauschutt wurde über eine Schüttrutsche in einen staubgesicherten Container entsorgt. Die neuen KU-Balkontüren in Stulp-Ausführung mit Oberlicht wurden fachgerecht eingebaut und verputzt. Die Trittschwellen wurden außen in Granit-Serizzo und innen in Agglo-Marmor ausgeführt. Während der weiteren Baumaßnahmen wurden die Türen zeitweilig mit abschließbaren Oliven und von außen angebrachten Z-Winkeln gesichert, die bei der Balkonmontage wieder entfernt wurden.